Projekt "Internationaler Naturpark Rätikon"

„Die Idee eines internationalen Naturparks Rätikon ist reizvoll und attraktiv. Es müssen aber noch viele Fragen sorgfältig geklärt werden“, so Landesrat Johannes Rauch bei der ersten öffentlichen Infoveranstaltung vergangene Woche in Bürs. „Wir wollen alle Betroffenen und Interessensgruppen in die Diskussion einbeziehen, damit künftige Entscheidungen die größtmögliche Akzeptanz finden können“, so Rauch weiter. Das Land Vorarlberg hat gemeinsam mit acht Vorarlberger Gemeinden sowie dem Fürstentum Liechtenstein und der Schweizer Region Prättigau eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die in den nächsten eineinhalb Jahren erstellt werden soll.

Potentiale und Chancen

Die Auszeichnung mit dem Prädikat „Naturpark“ sei mit einer Reihe von Herausforderungen verbunden. Es geht um den Schutz und die Weiterentwicklung der Landschaft und um die Schaffung von Erholungsmöglichkeiten sowie ökologischen und kulturellen Bildungsangeboten. „Außerdem gilt es eine nachhaltige Regionalentwicklung mit zusätzlichen Arbeitsplätzen und Nebenerwerbsmöglichkeiten in Tourismus und Landwirtschaft zu fördern“, betont auch der Montafoner Standesrepräsentant Bürgermeister Herbert Bitschnau als Sprecher der Vorarlberger Rätikon-Gemeinden. Für Landesrat Rauch ist zudem klar: „Der Rätikon ist ein kostbares Stück Bergwelt, das sich Vorarlberg, Liechtenstein und Graubünden teilen. Nun gilt es abzuklären, welche Potenziale und Chancen sich in Sachen Naturschutz, kultureller Austausch und Tourismus eröffnen, wenn wir in dieser Region gemeinsam einen grenzüberschreitenden Naturpark organisieren.“

Zahlreiche Engagierte

Gegenstand der Machbarkeitsstudie sind mögliche Entwicklungsinhalte, Akzeptanz, Finanzierbarkeit und die langfristige Sicherung eines Naturparks im Rätikon. Außerdem gilt es die rechtliche Verankerung von Naturparks im Vorarlberger Gesetz über Naturschutz und Landschaftsentwicklung zu prüfen. Ebenso müssen der weitere Umgang mit den Schutzgebieten und Biotopen (beispielsweise Frastanzer Ried, Rellstal, Lünersee, Gamperdonatal) im Projektgebiet, Managementfragen für den Betrieb sowie mögliche Beeinträchtigungen und Konfliktpotenziale diskutiert und beurteilt werden. Dementsprechend nahmen beim ersten öffentlichen Infoabend samt Workshop in Bürs sehr viele Interessierte die Möglichkeit wahr, im Rahmen eines Workshops ihre Standpunkte und Anregungen einzubringen.

 

„Die Idee eines internationalen Naturparks Rätikon ist reizvoll und attraktiv. Es müssen aber noch viele Fragen sorgfältig geklärt werden“, so Landesrat Johannes Rauch bei der ersten öffentlichen Infoveranstaltung vergangene Woche in Bürs. „Wir wollen alle Betroffenen und Interessensgruppen in die Diskussion einbeziehen, damit künftige Entscheidungen die größtmögliche Akzeptanz finden können“, so Rauch weiter. Das Land Vorarlberg hat gemeinsam mit acht Vorarlberger Gemeinden sowie dem Fürstentum Liechtenstein und der Schweizer Region Prättigau eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die in den nächsten eineinhalb Jahren erstellt werden soll.

Potentiale und Chancen

Die Auszeichnung mit dem Prädikat „Naturpark“ sei mit einer Reihe von Herausforderungen verbunden. Es geht um den Schutz und die Weiterentwicklung der Landschaft und um die Schaffung von Erholungsmöglichkeiten sowie ökologischen und kulturellen Bildungsangeboten. „Außerdem gilt es eine nachhaltige Regionalentwicklung mit zusätzlichen Arbeitsplätzen und Nebenerwerbsmöglichkeiten in Tourismus und Landwirtschaft zu fördern“, betont auch der Montafoner Standesrepräsentant Bürgermeister Herbert Bitschnau als Sprecher der Vorarlberger Rätikon-Gemeinden. Für Landesrat Rauch ist zudem klar: „Der Rätikon ist ein kostbares Stück Bergwelt, das sich Vorarlberg, Liechtenstein und Graubünden teilen. Nun gilt es abzuklären, welche Potenziale und Chancen sich in Sachen Naturschutz, kultureller Austausch und Tourismus eröffnen, wenn wir in dieser Region gemeinsam einen grenzüberschreitenden Naturpark organisieren.“

Zahlreiche Engagierte

Gegenstand der Machbarkeitsstudie sind mögliche Entwicklungsinhalte, Akzeptanz, Finanzierbarkeit und die langfristige Sicherung eines Naturparks im Rätikon. Außerdem gilt es die rechtliche Verankerung von Naturparks im Vorarlberger Gesetz über Naturschutz und Landschaftsentwicklung zu prüfen. Ebenso müssen der weitere Umgang mit den Schutzgebieten und Biotopen (beispielsweise Frastanzer Ried, Rellstal, Lünersee, Gamperdonatal) im Projektgebiet, Managementfragen für den Betrieb sowie mögliche Beeinträchtigungen und Konfliktpotenziale diskutiert und beurteilt werden. Dementsprechend nahmen beim ersten öffentlichen Infoabend samt Workshop in Bürs sehr viele Interessierte die Möglichkeit wahr, im Rahmen eines Workshops ihre Standpunkte und Anregungen einzubringen.

Verschiedene Aspekte

In diesem ersten Austausch ging es um Chancen und Herausforderungen bei den Themen Natur und Landschaft, Land- und Alpwirtschaft, Tourismus und Gewerbe, Kultur/Gesellschaft/Bildung sowie Jagd/Forst. Dabei wurde auch deutlich, dass die Kommunikation für die Umsetzung des Projekts von sehr großer Bedeutung ist. „Wir sind überwältigt, wie groß das Feedback in Vorarlberg ist“, so Projektbegleiterin Birgit Reutz von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. „Neben dem Workshop-Feedback fließen zudem alle Rückmeldungen aus einer breit angelegten Befragung in die Machbarkeitsstudie ein“, schildert Reutz. Diese Umfrage kann übrigens von jedem Interessierten auf  http://www.raetikon.net auch online ausgefüllt werden. Schon in den nächsten Wochen wird es eine weitere öffentliche Infoveranstaltung geben. „Wir freuen uns schon.“

MeznarToni_Infoabend und Workshop Naturpark Rätikon Bürs Jänner 2018 11 (3) 

Ein Kernteam aus acht Vorarlberger Gemeinden und dem Land Vorarlberg arbeitet intensiv an dem Projekt „Internationaler Naturpark Rätikon“.

Die wichtigsten Fragen & Antworten zum Projekt Naturpark Rätikon:

Warum ein Naturpark?
Die Idee eines Naturparks Rätikon wurde mit der Zielsetzung aufgegriffen, das Potenzial und die Chancen im natur- und kulturnahen Tourismus im Rätikon besser zu nutzen und eine tragfähige Plattform für Entwicklung und Betrieb von Angeboten und Dienstleistungen zu schaffen. Damit soll die einmalige Berglandschaft mehr Wertschätzung erfahren, als bisher. Aufgrund der Lage und der positiven Erfahrungen im Rahmen von Interreg-Projekten ist die Grenzüberschreitung  zwischen dem Montafon/Walgau sowie dem Prättigau und auch ins Fürstentum Liechtenstein eine sehr naheliegende Idee.

Was bedeutet das Prädikat „Naturpark“?
Das gesetzliche Ziel der Naturparke ist der Schutz einer Landschaft in Verbindung mit deren Nutzung. Dabei sollen besonders wertvolle, charakteristische Landschaftsräume vor einer Zerstörung bewahrt und entwickelt werden. Die Auszeichnung einer ländlichen Region mit dem Prädikat „Naturpark“ erfolgt durch die jeweilige Landesregierung und stellt an die Region folgende Herausforderungen:

+ Schutz und Weiterentwicklung der Landschaft
+ Schaffung von Erholungsmöglichkeiten
+ ökologische und kulturelle Bildungsangebote
+ Förderung einer nachhaltigen Regionalentwicklung durch Schaffung von Arbeitsplätzen und Nebenerwerbsmöglichkeiten in Tourismus und Landwirtschaft

Was ändert ein Naturpark?
Ein Naturpark ist auf keinen Fall mit einem Nationalpark gleichzusetzen. Der Mehrwert eines Naturparks liegt in einer gemeinsamen Grundhaltung der beteiligten Gemeinden, in der Definition von gemeinsamen Zielen und Projekten. Naturparks setzen sich für den Erhalt und die Aufwertung der vorhandenen Natur- und Kulturwerte ein und streben eine nachhaltige regionale Entwicklung an. Dafür stehen in der Parkorganisation Fachleute und Mittel zur Verfügung.

Wie geht es jetzt weiter?
Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wird ab sofort in einem transparenten Prozess unter Einbezug von Bevölkerung und Interessensgruppen (Natur und Landschaft, Tourismus, Kultur, Landwirtschaft, Bildung und weitere Bereiche) das Potenzial für einen Naturpark im Rätikon geklärt.

 

Die zehn höchsten Gipfel des Rätikons:

Schesaplana, 2964 Meter
Panüelerkopf, 2859 Meter
Salaruelkopf, 2841 Meter
Felsenkopf, 2833 Meter
Drei Türme, Großer Turm 2830 Meter
Drusenfluh, Hauptgipfel, 2827 Meter
Madrisahorn, 2826 Meter
Sulzfluh, Hauptgipfel, 2817 Meter
Sulzfluh, Westgipfel, 2812 Meter
Schafköpfe, 2806 Meter

Den Rätikon teilen sich drei Länder: Österreich, die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein. Insgesamt gibt es im Rätikon rund 300 benannte Gipfel, alle unter 3000 Meter.

 

Alle Informationen rund um das Projekt „Internationaler Naturpark Rätikon“:

http://www.raetikon.net


 


19.02.2018