Umfrage: Die meisten Vorarlberger Gemeinden bieten eine Sommerferienbetreuung an

Dornbirn, 19. Juni 2020 – Rund 90 Prozent der Vorarlberger Städte und Gemeinden, die an einer Umfrage des Vorarlberger Gemeindeverbands teilnahmen, bieten in den Sommerferien eine Betreuung für Kinder an, der Großteil davon für Kindergarten- und Volksschulkinder. Die Ferienbetreuungen sind überwiegend zwischen sechs und neun Wochen geöffnet. Zahlreiche Angebote finden in Kooperation statt. 

Zwei Drittel der 96 Vorarlberger Gemeinden nahmen an der Umfrage teil. 28 davon gingen fix von einem erhöhten Bedarf in den Sommermonaten aus, wenn die Nachfrage in der Mehrzahl der Gemeinden auch nur leicht höher ist als in den vergangenen Jahren. Betreuungsbedarf besteht sowohl bei Kleinkindern, Kindergartenkindern sowie Volksschülerinnen und –schülern. 

Weitere 18 Kommunen schätzten den Bedarf ähnlich ein wie in den Vorjahren, andere befanden sich noch in der Bedarfserhebung. Trotz des erwarteten nur gering höheren Bedarfs stockten mehrere Gemeinden die Betreuungsangebote während der Sommerferien noch weiter auf. „Die Vorarlberger Gemeinden reagieren flexibel auf den Bedarf und unternehmen alles Erdenkliche, Eltern bestmöglich zu unterstützen“, freut sich die amtsführende Vizepräsidentin des Vorarlberger Gemeindeverbands, Bürgermeisterin Andrea Kaufmann.

Flexibilität auch bei Schließwochen
Rund 25 Prozent der Gemeinden, die an der Umfrage teilnehmen, haben sich entschieden, während der gesamten Schulferien eine Sommerbetreuung anzubieten, die meisten anderen haben ihre Kinderbetreuungseinrichtungen, Kindergärten und Schülerbetreuungen zwischen sechs und acht Wochen geöffnet. 

Ein Großteil dieser Gemeinden gab an, ihr Kinderbetreuungsangebot im Juli und August stark am Bedarf der Eltern zu orientieren und gegebenenfalls die Schließwochen zu reduzieren. In einigen Gemeinden wurden zudem die Anmeldefristen verlängert, auch will man sich bei nachträglichen Anmeldungen flexibel zeigen.

Kooperation auf dem Vormarsch
Noch häufiger als in den vergangenen Jahren haben sich Gemeinden heuer bei der Betreuung von Kindergarten- und Volksschulkindern mit anderen Gemeinden zusammengeschlossen. Ein Beispiel dafür sind die Gemeinden der Regio Vorderland-Feldkirch. Die Betreuungsstandorte in Feldkirch, Klaus (Kooperation mit Weiler), Rankweil, Meiningen und Zwischenwasser (Kooperation mit Sulz und Röthis) stehen in den Sommermonaten für Kinder aller 13 Regio-Gemeinden offen. Dadurch können auch Berggemeinden wie Fraxern, Viktorsberg, Laterns und Übersaxen ihren Familien umfassende Betreuungsmöglichkeiten anbieten. Darüber hinaus sind die Betreuungstarife in der Region vereinheitlicht.

Weitere Kooperationen bei der Ferienbetreuung gibt es etwa im Großen Walsertal, der Regio Klostertal oder zwischen den Gemeinden Schlins und Satteins. Die Sommerbetreuung dieser beiden Gemeinden können auch Kindergarten- und Volksschulkinder aus Schnifis, Röns, Düns und Dünserberg besuchen. 

Neben Kinderbetreuungen bieten verschiedene Gemeinden auch gemeinsam Ferienprogramme an. Ein Beispiel dafür ist die Sommerakademie der Regio Bregenzerwald.

„Gerade im Hinblick auf die zunehmende Vielschichtigkeit der Gemeindeaufgaben sind Kooperationen die Zukunft. Durch Zusammenarbeit können diese Aufgaben wirksamer und leichter erfüllt werden“, betont Kaufmann.

Die Ausweitung der Betreuung ist für die Gemeinden administrierbar. „Das haben bisher nahezu alle Gemeinden rückgemeldet“, berichtet Kaufmann. Viele Gemeinden bieten bereits seit vielen Jahren eine Kinder- oder Schülerbetreuung in den Sommerferien an. „Auf diese Erfahrungen kann heute zurückgegriffen werden“, freut sich Kaufmann.


Rückfragehinweis für die Redaktionen:
Vorarlberger Gemeindeverband, Alexandra Stockmeyer, Mobil 0664 88289652, Mail alexandra.stockmeyer@gemeindeverband.at


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19.06.2020